13.
Triſtan Joſeph und Euphraſia Potiphar.
Triſtan traf Madame Van⸗Dick in ihrem Schlafzim⸗ mer an.
Den Umſtand, daß ſie ſich in ihrem Zimmer befand, hatte die Dame benutzt, um die Vorhänge zu ſchließen und in einem matten Roth zu erſcheinen. Das Piano war geſchloſſen.
Auf dem Kamine, auf dem Tiſche, überall, wo nur eine Vaſe ſtehen konnte, öffneten Blumen ihren würzigen Kelch. Die geſchloſſenen Fenſtervorhänge geſtatteten nur wenigen Sonnenſtrahlen den Eingang; neugierig drangen ſie in den Schoos dieſes Zimmers, um die Blumen zu ſuchen, die ſie lieben. Von Zeit zu Zeit verhüllte eine Wolke, die am Himmel vorüberzog, dieſe Strahlen, ſo daß die Blumenſträuße im Schatten ſtanden.
Sonne, Blumen und Vögel, zu einem poetiſchen Rah⸗
men um ein bürgerliches Gemälde gebildet, hatte Madame Van⸗Dick zu ihrer letzten Hülfe herbeigerufen, ſie zählte feſt auf ihren Einfluß.


