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Ruhe verdient. Ich hoffe, mein beſter Wilhelm, Sie ha⸗ ben einen Freund, der ſeine Schwüre hält. Doch gleich⸗ viel, ich handele in meinem Intereſſe klug.
Die Muſik dauerte fort.
Triſtan entkleidete ſich, ſah nach der Uhr, die Eins zeigte und öffnete die Vorhänge ſeines Bettes.
— Das nächſte Frühſtück wird nicht ſehr erbaulich ſein.
In dieſem Augenblicke ſchwieg das Inſtrument.
— Ah, jetzt wird ſie wieder huſten.
Und in der That, trotzdem das Fenſter geſchloſſen war, vernahm Triſtan Euphrafta's Huſten, der, wie das Piano, den Ton geändert hatte.
— Huſte nur! dachte Triſtan, ich gehe zu Bette.
Der junge Mann ſchlüpfte unter die Decke und ſprach:
— Jetzt bin ich mit dem, was ich gethan, zufrieden. Mit dem Lichte verlöſchen auch meine Leidenſchaften. Gute Nacht!
Eine Viertelſtunde mochte verfloſſen ſein, während wel⸗ cher Triſtan, ermüdet von dem Kampfe ſeiner Empfindun⸗ gen, ſich zum Schlafen vorbereitete und mit halbgeſchloſ⸗ ſenen Augen in ſeinem Bette lag, als plötzlich ein unge⸗ heurer Lärm durch das Haus ſchallte. Als ob man einen Flintenſchuß in dem Zimmer abgefeuert hätte, ſprang der
Hauslehrer in ſeinem Bette empor. Die Holländerin. I. 10


