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ben, wenn ich nicht hinabgehe, dachte Triſtan. Welchen Grund ſoll ich ihr morgen angeben? Was ſoll ich thun?
In dieſem Augenblicke ließ ſich das Piano wieder vernehmen; allein Madame Van⸗Dick, die nicht wußte, welchem Umſtande ſie Triſtan's Schweigen zuſchreiben ſollte, hatte den Fuß auf das Pedal des Inſtrumentes geſetzt und „der letzte Gedanke von Weber“, von den kräftigen Fin⸗ gern Euphraſia's verwirklicht, ſchlug rauſchend an das Ohr desjenigen, dem er beſtimmt war. Triſtan konnte ſich des Lachens nicht erwehren.
— O Himmel! dachte er, wenn das in dieſer Stei⸗ gerung fortgeht, zerſpringen in einer halben Stunde die Fenſterſcheiben. Hilf, Himmel! Verehrteſte Madame Van⸗ Dick, wie lieben Sie mich!
In der That, wenn ihre Liebe mit der Energie, mit der ſie die Taſten des Inſtrumentes berührte, in Verhält⸗ niß ſtand, mußte Euphraſia unſern Triſtan nicht wenig lieben. Es war nicht mehr Muſik, es war eine Rebellion von Tönen.
— Man muß dem Dinge ein Ende machen, ſprach Triſtan. Wenn ich den Tod Raphael's nicht erleiden will, den mir dieſe mächtige Harmonie zu verſprechen ſcheint, darf ich jetzt nicht hinabgehen. Ich muß einen Entſchluß faſſen, aber da ich ein großer Narr bin und dieſen Ent⸗


