Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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— Nein, aber wenn er mich liebt, wie er geſagt, ſo wird er verſtehen, daß er kommen kann.

— Der, welcher Ihr Portrait hat?

— Ja.

— Er wird kommen.

Euphraſia drückte abermals Triſtan's Arm.

— Er wird kommen, nicht wahr?

— Ja.

— Ach, Triſtan, ich weiß nicht, was ich ſage, mir brennt der Kopf und das Herz. Endlich empfinde ich die Liebe, die ich geträumt habe!

Glühend drückte ſie die Hand des jungen Mannes und ließ ihn abermals neben ſich ſetzen, dann ſpreizte ſie ihr Kleid aus einander, als ob ſie die Friſche der Abend⸗ luft von allen Seiten einſaugen wollte, wonach ſie ein großes Bedürfniß zu haben ſchien. Ihre Arme waren bloß und ein gewiſſes wollüſtiges Parfüm entſtrömte die⸗ ſer Frau, die, in dem Schatten des Abends, nicht mehr die lächerliche Frau des Tages war. Bei jeder Frau, die liebt, gleichviel ob mit den Sinnen oder mit dem Herzen, ſei ſie Bürgerin oder Herzogin, geiſtreich oder einfältig, erſcheint immer ein Moment, in dem ſie ſich verführeriſch und unwiderſtehlich zu machen weiß. Madame Van⸗Dick, erſchoͤpft von der Schwüle des Tages und überzeug