Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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öffnung erlangen zu wollen, wird er daſſelbe von Ihnen über mich verlangen?

— Nein, Madame.

— Ich wiederhole Ihnen, Herr Wilhelm iſt und bleibt nichts mehr als ein Freund für mich. Ich weiß, daß er ſtark in mich verliebt iſt, und vielleicht würde ſeine aufrichtige Liebe in meinem traurigen und einförmigen Le⸗ ben mich gerührt haben; aber jetzt iſt es zu ſpät.

— Das iſt köſtlich! dachte Triſtan. Ich habe zwar ſchon oft gehört, wenn Frauen lügen, dieſe aber überſteigt alle Begriffe.

— Und warum zu ſpät? fragte er laut.

— Weil der Platz, den er einzunehmen wünſchte, zwar noch nicht beſetzt, aber doch ſchon vergeben iſt.

— Darf man wiſſen, an wen?

— Nein, man muß ihn errathen, und Sie haben ihn errathen, davon bin ich überzeugt.

Triſtan antwortete nicht.

Euphraſia nahm dieſes Schweigen für ein Ge⸗ ſtändniß.

— Haben Sie ſich mit dem Medaillon beſchäftigt? fuhr ſie fort.

— Ja, Madame. — Iſt es fertig?