— 65—
etzt Triſtan hatte ſich nicht getäuſcht. Wilhelms Ge⸗
die ſichtszüge wurden ruhig und nahmen einen durchaus freund⸗
en lichen Ausdruck an.
te, Man ſetzte ſich zu Tiſche: Wilhelm nahm zwiſchen Euphraſia und dem Kinde Platz, Triſtan zwiſchen Herrn
de Van⸗Dick und Euphraſia.
te— Vortreffliche Cotelettes, Madame, ſprach Triſtan,
it ich mache Ihnen, Ihrer Köchin wegen, mein Compliment.
Es iſt zwar erſt das zweite Mal, daß ich die Ehre habe, an Ihrem Tiſche zu ſitzen, aber ich muß geſtehen, daß ich
⸗ nie beſſer gegeſſen habe. Indem Triſtan dies ſagte, warf er verſtohlen einen h Blick auf Herrn Van⸗Dick; dieſer aber, wahrſcheinlich beſſer an ſolche Sachen gewöhnt, als ſein Commis, fuhr 8 ruhig fort, ſein Fleiſch zu zerſchneiden und mit großem ⸗ Appetite zu eſſen. — In der That, antwortete Euphraſta, unſere Lotte e iſt eine vortreffliche Köchin, außerdem iſt ſie treu und ehr⸗
lich und dafür ſteht ſie bei meinem Gemahl und mir in großer Gunſt.
e Wie es Triſtan ſchien, ſahen ſich Wilhelm und Eu⸗ ⸗ phraſia bei dieſen Worten lächelnd an, während der Herr des Hauſes das Gelbe eines Eies mit der Miene eines
raffinirten Gutſchmeckers einſchlürfte.


