Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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—

im Hauſe, Herrn Wilhelm, von dem ich Ihnen bereits er⸗ zählt habe.

Triſtan grüßte Gerrn Wilhelm und ſetzte ſich wieder.

Dann ſtellte Herr Van⸗Dick Triſtan Herrn Wilhelm vor.

Die beiden Männer grüßten ſich abermals.

— Und jetzt, da alle ſich kennen, frühſtücken wir.

Cuphraſta, die während dieſer Zeit ein gebratenes Huhn zerlegt, ließ nun die Aſſiette, worin ſich die Stücke befanden, eirculiren. Während alle aßen, prüfte unſer Tenor Euphraſia.

Dieſe war eine Frau, der, man wußte nicht was fehlte, um ſie ſchön nennen zu können. Ihr Geſicht war ein wenig roth und ein wenig gewöhnlich, aber von einer gewiſſen bürgerlichen Regelmäßigkeit. Der Blick, für Au⸗ genblicke ſanft, veränderte ſich plötzlich bei der geringſten Aufregung und ward gebieteriſch; man ſah, daß das Sanfte erkünſtelt war. Die Stirn Euphraſia's war zwar hoch, aber ſchmal und glänzend, und aus dem ganzen Geſichte derſelben leuchtete eine eben nicht anſtändige Freiheit. Un⸗ ter ihrer geſunden Haut glaubte man den Lauf und das Leben des Blutes wahrnehmen zu können; ihre Arme wa⸗ ren voll, ſogenannte ſchöne Arme, aber nicht zu verwech⸗ ſeln mit wohlgeformten. Die Hände waren dick und un⸗

geſchickt. Hals und Buſen trug Madame Van⸗Dick faſt 4*