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richte ich mich ſtets nach Euphraſia. Er hat ſie be⸗ trogen. — Er hat ſie betrogen? wiederholte Triſtan, der
nicht wußte, welchen Sinn er in dieſen Satz legen ſollte.
— Ja, er hat die Frau betrogen, die ihn recht ſehr liebte.
— Das iſt ein wenig ſtark! dachte Triſtan. Dieſer Menſch iſt entweder verrückt, oder er iſt ein gemäſteter Richelieu. Und der, den Sie, jetzt haben, ſprach er laut, betrügt ihre Frau nicht?
— O, dieſer iſt ein Muſter von Aufmerkſamkeit und Sorgfalt für ſie und mich. Wenn er fortfährt, ſich ſo zu betragen, werde ich ſein Glück machen und ihn ver⸗ heirathen, vorausgeſetzt, daß Euphraſia nichts dagegen hat.
— Warum ſollte ſie etwas dagegen haben?
— Weil ſie ihn mehr liebt, als ſeinen Vorgänger.
— Iſt er vielleicht ein Verwandter von Ihnen?
— Nein!
— Wenn Sie ihm aber ſo gewogen ſind, müßte Sie doch nichts abhalten, ihn zu verheirathen, und ſeiner Frau eine Anſtellung in Ihrem Hauſe zu geben.
— Das wird Euphraſia nicht wollen. — Warum? — Sie iſt eiferſüchtig.


