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— Selten.
— Durch die Liebe, die man zu ihr hegt?
— Mitunter.
— Wohl gar durch Gleichgültigkeit?
— Ganz recht, mein Herr, gans recht! Widmet man einer Frau viel Sorgfalt, ſo wird ſie ſich ſtets ſchwach und leidend geben; betet man ſie an, ſo giebt ſie ſich nach Maßgabe der Liebe als ein Tyrann, und als ein Opfer, wenn man ſie nicht mehr wie früher liebt; weiß aber die Frau, weder daß man ſie liebt, noch daß“ man ſie nicht liebt, ſieht ſie, daß man ſie ohne Enthuſias⸗ mus und ohne Verachtung vehandelt, ſpricht man nur zu ihr:„Ich frühſtücke um elf Uhr und eſſe um 6 Uhr zu Mittag“, redet nie von Geſchäften mit ihr, legt ihr nie Rechenſchaft von ſeinen Handlungen ab und ſieht ſie nur bei Tiſche: dann können Sie ſich verſichert halten, mein Herr, daß die Frau eine Selavin iſt, die ſich mit einem Lächeln begnügt, an einer Zärtlichkeit hoch erfreut, und ſich nicht beſſer hält, als die Pfeife, die ihr Mann raucht, oder das Bier, das er trinkt.
— Dieſe Theorie hat vielleicht in Holland ihr Gutes; in allen übrigen Ländern würde ſie aber ſehr mangel⸗ haft ſein.
— Die guten Theorien ſind für alle Länder gut.


