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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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Fräulein Paulet war ſehr lebhaft, ſchlank, ſchön, eine gute Tänzerin, dabei ſpielte ſie vortrefflich die Laute und war die beſte Sängerin ihrer Zeit.

Man ſetzte ein Mährchen in Umlauf, daß Nach⸗ tigallen vor Eiferſucht geſtorben ſeien, als ſie das Fräulein ſingen gehört haben.

Nur hatte ſie rothe Haare.

Nicht ich beklage mich darüber, ſondern Talle⸗ mant des Réaux; aber ihr Roth war ſo ſchön, daß es einen weitern Reiz bildete.

Man höre was Saumaiſe darüber ſagt:

Rothhaarige Mädchen, tröſtet Euch; die Par⸗ thenie, von welcher ich ſpreche, hat auch rothe Haare gehabt und iſt dennoch eine Précieuſe, deren Beiſpiel genugſam zeigt, daß die Rothen ebenſo⸗ wohl Liebe einflößen können, als die Brunetten und die Blondinen.

Sie hatte das Ballet mitgemacht, bei welchem das Fräulein von Montmorency das Herz des Kö⸗ nigs eroberte. Sie erſchien dabei auf einem Del⸗ phin und war wirklich allerliebſt.

Mit bezaubernder Stimme ſang ſie das Lied von Lingendes: N

Ich bin der Amphion...

Da Heinrich IV die ſchöne Tänzerin Montmo⸗ rency nicht haben konnte, ſo wollte er wenigſtens die ſchöne Sängerin Paulet haben.

Sie war die erſte Dame, die den Zunamen Löwin erhielt, der in unſern Tagen unter den⸗ ſelben Verhältniſſen wieder aufgekommen iſt.

Man höre nur was Tallemant des Réaux da⸗ rüber ſagt: