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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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* 174

Baſſompierre war glücklich im Spiel, ohne daß er jemals im Verdacht ſtand, daß er betrüge. Er gewann Herrn von Guiſe jährlich fünfzigtauſend Thaler ab. Frau von Guiſe bot ihm eine jährliche Leibrente von zehntauſend Thalern, wenn er ver⸗ ſprechen wollte, nicht mehr gegen ihren Gemahl zu ſpielen.

Baſſompierre überlegte einen Augenblick, dann

aber entſchied er ſich und ſagte:

„Ich kann wahrhaftig nicht, ich würde gar zu viel dabei verlieren.“

Heinrich IV verwandte ihn mehreremal als Ge⸗ ſandten. Als er von einer dieſer Geſandtſchaften in Spanien zurückkam, erzählte er dem König, er habe ſeinen Einzug in Madrid auf dem allerſchön⸗ ſten Maulthierchen von der Welt gehalten.

„Ah,“ ſagte Heinrich IV,„das muß freilich ſchön geweſen ſein, einen Eſel auf einem Maulthier reiten zu ſehen.“

„Nur ſachte, Sire,“ antwortete Baſſompierre, „ich repräſentirte Eure Majeſtät.“

Er war, wie geſagt, äußerſt prachtliebend, ſo daß er die Schloßhauptmannſchaft von Monceaux blos annahm, um den Hof bewirthen zu können.

Maria von Medici ſagte eines Tags zu ihm:

„Ihr werdet gewiß viele Dirnen dahin führen, Baſſompierre?“

„Ich wette, Madame,“ antwortete er,„daß Ihr noch weit mehr hinführet als ich.“

„Ei, ei,“ verſetzte die Königin,„wenn ma

Euch hört, Baſſompierre, ſo müſſen alle Frauen⸗ zimmer liederlich ſein.“