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„Der Tod hat nichts Schreckliches für mich,“ ſagte ſie,„im Gegentheil wünſche ich ihn. Wenn der König mich hinrichten ließe, ſo würde man wenigſtens ſagen, er habe ſeine erſte Gemahlin ge⸗ tödtet um ohne Gewiſſensbiſſe mit der zweiten zu leben; ich war vor der Italienerin Königin. Ueber⸗ dieß habe ich den König nur um drei Dinge zu bitten: um Pardon für meinen Vater, um einen Strick für meinen Bruder und um Gerechtigkeit für mich.“
Als wahrer Schnapphahn hatte der Graf von Auvergne, ſobald man ihn feſtgenommen, Alles geſtanden.
Er wär in Aigueperſe verhaftet worden.
Nereſtan, der ihn gefangen nahm, forderte ihm ſeinen Degen ab.
„Hier,“ ſagte er, ihn überreichend,„Du bekommſt da nichts Rares; ich habe ihn bis jetzt nur auf der Schweinsjagd gebraucht.“
Als er nach Paris kam um gerichtet zu werden, hätte man glauben können, er gehe auf einen Ball; er war freilich noch jung und erſt dreißig Jahre alt. Unterwegs erzählte er ſeine Liebesgeſchichten und die drolligſten Abenteuer ſeines Lebens.
In der Nacht, die auf ſeine Verhaftung folgte, ſchlief er ganz ruhig, und als man ihn am Morgen weckte, ſagte er:
„Ha bei Gott, Ihr hättet mich ſchon früher verhaften ſollen, das hätte mir manche Beſorgniſſe erſpart.“
Als ihn daher la Chevallerie, Sully's Lieute⸗ nant, der ſich unter ſeinen Wächtern befand, eben ſo


