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zwei Jahren ſeinem eigenen Gutdünken zu folgen, und d»Aubigns war ruhig. Er wußte recht gut wie lange die Liebesgluth des Königs gewöhnlich an⸗ hielt.
DAubigné täuſchte ſich über die Dauer, nicht aber über die Leidenſchaftlichkeit der Liebe des gemeinen Knickers und undankbarſten Kerls von der Welt, wie er ſeinen Herrn nannte.
Zwei Jahre ſpäter war Heinrich noch immer Coriſandes Liebhaber, allein er ſprach nicht mehr vom Heirathen.
Seine höchſte Liebesgluth fällt in die Zeit, wo er die Schlacht von Coutras lieferte, worin er Joyeuſe ſchlug und tödtete.
Vor der Schlacht und im Augenblick des An⸗ griffs hatte er die beiden Söhne ſeines bei Jarnac ermordeten Oheims Conds bei ſich; der Eine nannte ſich nach ſeinem Vater Prinz von Condé, der An⸗ dere Graf von Soiſſons.
Die Anrede des Königs von Navarra war kurz. Er zog ſeinen Degen und ſprach: „Es bedarf hier keiner langen Worte. Ihr ſeid
Bourbonen, und ſo wahr Gott lebt, ich will Euch
beweiſen, daß ich Euer Erſtgeborner bin.“ „Und wir,“ antwortete Conds,„werden Euch zeigen, daß Ihr wackere jüngere Söhne habt.“ Das Ergebniß der Schlacht iſt bekannt; der Sieg war vollſtändig; die beiden Joyeuſe fielen. Am Abend hielt man einen Schmaus im Schloſſe Coutras. Die Leichname der beiden Joyeuſe wurden nackt in einem untern Saale ausgeſtellt.


