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geblieben wäre, würde ſie ihrer wahrhaft würdigen Dingen beigewohnt haben.
Maria Stuart erhob ſich aus ihrem inbrünſtigen Gebet und ſprach zum Cardinal:
„Nichts hält Euch hier zurück, um mit mir zu wachen, mein Oheim, da ich bis zum Erwachen des Königs da zu bleiben gedenke. Dayelle, die Aerzte und die Leute vom Dienſt würden genügen, ſollte man etwas brauchen. Ihr koͤnnt alſo ausruhen, und ich werde Euch benachrichtigen laſſen, wenn es nöthig iſt.“
„Nein,“ ſprach der Cardinal,„der Herzog von Guiſe, den die Beſorgung vieler Geſchäfte bis jetzt auf den Beinen halten mußte, hat mir geſagt, er würde, ehe er ſich niederlegte, hierherkommen, um ſich nach dem König zu erkundigen, und ich habe ihm verſprochen, ihn hier zu erwarten... Ab! Madame, iſt es nicht gerade ſein Tritt, was ich höre?“
„Oh! er mache kein Geräuſch!“ rief Maria, die dem Balafré entgegenlief, um ihn zu warnen.
Der Herzog von Guiſe trat in der That ganz bleich und bewegt ein. Er grüßte die Königin, doch in ſeiner Unruhe erkundigte er ſich entfernt nicht nach dem König, ſondern ging gerade auf ſeinen Bruder zu und nahm dieſen beiſeit in eine Fenſtervertiefung.
„Eine furchtbare Kunde, ein wahrer Donnerſchlag!“ ſagte er zum Eingang.
„Was gibt es denn wieder?“ fragte Karl von Lothringen. „Der Connetable von Montmorenecy iſt von Chan⸗
tilly mit fünfzehnhundert Edelleuten aufgebrochen,“ant⸗
wortete der Herzog von Guiſe.„Um ſeinen Marſch beſſer zu verbergen, hat er Paris vermieden und iſt, von Ecouen und Corbeil kommend, durch das Thal von Eſſonne nach Pithiviers gezogen. Er wird morgen mit ſeiner Truppe vor den Thoren von Orleans ſein; darüber habe ich Kunde erhalten.“
„Das iſt in der That ſchrecklich!“ ſprach der Car⸗


