Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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menſchlichen Hülfsmächten, auf die ich gerechnet habe, wird mich keine unterſtützen. Es bleibt mir Gott!“

V. Ein gefährlicher Schritt.

In ihrem königlichen Louvre lebte Diana von Ca⸗ ſtro unter beſtändigen Schmerzen und in tödtlicher Herzensangſt.

Es war nicht jedes Band zwiſchen ihr und demjeni⸗ gen, welchen ſie ſo ſehr liebte, abgebrochen. Beinahe jede Woche kam der Page André in die Rue des Jardins Saint⸗Paul und erkundigte ſich bei Aloyſe nach Ga⸗ briel. Die Nachrichten, welche er Diana zurückbrachte, waren nicht ſehr beruhigend. Der junge Graf von Montgommery blieb ſtets gleich ſchweigſam, gleich dü⸗

ſter. Die Amme ſprach von ihm nur mit Thränen in

den Augen und Bläſſe im Geſicht.

Diana zögerte lange. Endlich, an einem Morgen, im Monat Juni, faßte ſie einen entſcheidenden Ent⸗ ſchluß, um ihren Befürchtungen ein Ende zu machen. Sie hüllte ſich in einen ſehr einfachen Mantel, verbarg ihr Geſicht unter einem Schleier und verließ zur Stunde, wo man kaum im Schloß erwachte, den Louvre, nur von André begleitet, um ſich zu Gabriel zu begeben.

Da er ſie mied, da er ſchwieg, ſo würde ſie zu ihm gehen, um endlich den Grund ſeines Schweigens zu erfahren.

Eine Schweſter konnte wohl ihren Bruder beſu⸗ chen: war es ſogar nicht ihre Pflicht, ihn zu warnen oder zu troſten?