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maßen Regent des Reiches. Und wenn die Königin Mutter, oder auch der Herr Connetable es ſich einfäl⸗ len ließen, Oppoſition gegen mich zu bilden, wenn die Reformirten ſich empörten, wenn endlich der Staat in Gefahr eine feſte Hand am Steuerruder forderte, ſo würden die Gelegenheiten gleichſam von ſich ſelbſt ent⸗ ſtehen, und ich wäre beinahe nothwendig. Dann, ich leugne es nicht, wären Eure Pläne vielleicht willkom⸗ men, Freund, und ich würde Euch anhören.“
„Aber bis dahin, bis zu dieſem ſehr unwahrſchein⸗ lichen Tod des Königs?„
„Werde ich mich fügen, werde ich mich darauf be⸗ ſchränken, daß ich die Zukunft vorbereite. Und wenn die in meinen Geiſt geſtreuten Keime erſt für meinen Sohn in Thaten reifen, ſo hat es Gott ſo wollen.“
„Iſt das Euer letztes Wort, gnädigſter Herr?“
„Es iſt mein letztes. Doch ich danke Euch darum nicht minder, daß Ihr dieſes Zutrauen zu meinem Ge⸗ ſchick gehabt habt.“
„Und ich, gnädigſter Herr, ich danke Euch, daß Ihr dieſes Zutrauen zu meiner Diseretion gehabt habt.“
„Ja,“ ſagte der Herzog,„dies Alles iſt todt unter uns, das iſt abgemacht.“
„Und nun entferne ich mich,“ fügte Gabriel auf⸗ ſtehend bei.
„Wie? ſchon!“ ſagte der Herzog von Guiſe.
„Ja, gnädigſter Herr, ich weiß, was ich wiſſen
wollte. Ich werde mich Eurer Worte erinnern: ſie ſind
in meinem Herzen in Sicherheit, doch ich werde mich derſelben erinnern. Entſchuldigt mich, ich mußte mich verſichern, ob der königliche Ehrgeiz des Herzogs von ſchon befriedigt ſei. Gott befohlen, gnädigſter err.“
„Auf Wiederſehen, Freund.“
Gabriel verließ die Tournelles trauriger und un⸗ ruhiger als er ſie betreten hatte.
„Ach!“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„von dieſen zwei


