Gährungen hervor. Gabriel würde ſich dabei im zwei⸗ ten Rang wie ein Mann vom erſten zeigen. Er würde den Schwur halten, den er dem König ſelbſt geleiſtet, er würde den Meineidigen bis in ſeinen Kindern und Kindeskindern verfolgen.
Entgingen ihm dieſe zwei Chancen, ſo hätte Ga⸗ briel, gewohnt, im Gefolge zu erſcheinen, nur Gott walten zu laſſen.
Doch dieſe zwei Chancen ſchienen ihm Anfangs nichts entgehen zu ſollen. Eines Tags, am 13. Juni, erhielt Gabriel beinahe zu gleicher Zeit zwei Briefe. Der erſte wurde ihm gegen fünf Uhr Nachmittags durch einen geheimnißvollen Mann gebracht, der ihn nur ihm ſelbſt übergeben wollte und ihn auch erſt übergab, nach⸗ dem er die Züge ſeines Geſichts mit den Anzeigen eines genauen Signalement verglichen hatte.
Dieſer Brief war in folgenden Worten abgefaßt:
„Freund und Bruder,
„Die Stunde iſt gekommen, die Verfolger haben die Maske abgenommen. Gott ſei gelobt! das Märtyr⸗ thum führt zum Sieg.
„Sucht noch dieſen Abend um neun Uhr auf der Place Maubert eine braune Thüre bei Nr. 11.
„Ihr thut an dieſe Thüre drei durch einen regel⸗ mäßigen Zwiſchenraum abgeſonderte Schläge. Ein Mann wird Euch öffnen und zu Euch ſagen:„Tretet nicht ein, Ihr würdet nicht hell ſehen.““ Ihr antwortet ihm:„Ich bringe mein Licht mit mir.“ Der Mann wird Euch zu einer Treppe von ſiebzehn Stufen füh⸗ ren, die Ihr in der Dunkelheit hinaufſteigt. Oben wird Euch ein zweiter Akolyte anreden und zu Euch ſagen? „Was verlangt Ihr?““ Antwortet:„Was gerecht iſt.“ Man wird Euch ſodann in ein anderes Zimmer führen, wo Euch einer das Loſungswort:„Genf““ in das Ohr ſagt. Ihr werdet ihm mit dem Feldgeſchrei:„Ruhm““


