Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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wie Arnauld du Thill blieben dem ſtrengſten Gewahrſam unterworfen. 5

In einen Mantel gehüllt, wurde Martin⸗Guerre ab⸗ wechſelnd ſeiner Frau, Carbon Barreau und allen ſeinen Nachbarn und Verwandten vorgeführt.

Alle erkannten ihn. Es war ſein Geſicht, ſeine Haltung, man konnte ſich nicht täuſchen.

Doch Alle anerkannten gleichfalls Arnauld du Thill, als man dieſen ihnen auch vorſtellte.

Sie ſchrieen, ſie erſchraken, doch keiner fand ein Zei⸗ chen, durch das die Wahrheit klar hervorgetreten wäre.

Wie ſollte man ſie in der That zwiſchen zwei So⸗ ſies unterſcheiden, welche einander ſo ähnlich waren, wie Arnauld du Thill und Martin⸗Guerre.

„Der Teufel in der Hölle würde ſein Lateiniſch da⸗ bei verlieren,“ ſagte Carbon Barreau ſehr verlegen über ſeine zwei Reffen.

Doch bei dieſem unerhörten und wunderbaren Spiel der Natur waren es in Ermangelung materieller Verſchie⸗ denheiten die Widerſprüche der Thatſachen und die entge⸗ gengeſetzten Charaktere, was Gabriel und die Richter lei⸗ ten mußte.

In der Erzählung ihrer erſten Jahre führten Ar⸗ nauld und Martin, jeder ſeinerſeits, dieſelben Thatſachen an, ſie erinnerten an dieſelben Data und citirten dieſelben Namen mit einer furchtbaren Identität.

Zur Unterſtützung ſeiner Ausſagen brachte Arnauld überdies Briefe von Bertrande, Familienpapiere und den an ſeinem Hochzeitstage geweihten Ring.

Doch Martin erzählte, wie Arnauld, nachdem er ihn in Nohon habe hängen laſſen, im Stande geweſen ſei, ihm ſeine Papiere und ſeinen Ehering zu ſtehlen.

Die Verlegenheit der Richter war immer dieſelbe, ihre Ungewißheit immer gleich groß, die Anſcheine und Indicien waren eben ſo flar und beredt einerſeits, als