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thigen Seligkeit eines glücklichen Menſchen, der nichts zu befurchten und nichts zu wünſchen hat.
Er ſah einen Mann, einen Reiſenden, nicht, der auf einen Stab geſlützt mühſam auf der zu dieſer heißen Stunde verlaſſenen Straße einherkam und, als er Arnauld erblickte, vor ihm ſtehen blieb.
„Verzeiht, Kamerad,“ ſagte der Mann,„gibt es in dieſem Flecken keine Herberge, wo ich ausruhen und zu Mittag eſſen könnte?“
„Wahrhaftig, nein,“ erwiederte Arnauld, ohne ſich ſtören zu laſſen;„Ihr müßt nach Rieux, zwei Stunden von hier, gehen, um ein Wirthshaus zu ſinden.“
„Noch zwei Stunden, während ich vor Müdigkeit ſchon nicht mehr vorwärts kann!“ rief der Reiſende. „Gern würde ich eine Piſtole geben, wenn ich ſogleich ein Lager und ein Mahl fände.“
„Eine Piſtole!“ ſagte Arnauld, im Punkte des Geldes noch immer derſelbe, mit einer Bewegung.„Ei, mein braver Mann, man kann Euch, wenn Ihr wollt, bei uns in einer Ecke ein Bett geben, und was das Mittagsbrod betrifft, ſo haben wir heute ein Jahrestagsmahl, wobei es auf einen Gaſt mehr nicht ankommt. Iſt Euch das genehm?“
„Allerdings,“ antwortete der Reiſende,„ich ſage Euch, daß ich vor Hunger und Müdigkeit umfalle.“
„Gut, es iſt eine abgemachte Sache, bleibt für eine Piſtole,“ ſprach Arnauld.
„Hier iſt ſie zum Voraus,“ ſagte der Reiſende.
Arnauld du Thill erhob ſich, um ſie zu nehmen, und nahm zugleich den Hut ab, der ſeine Augen und ſein Ge⸗ ſicht bedeckte.
Der Fremde konnte jetzt erſt ſein Geſicht ſehen und rief, vor Erſtaunen zurückweichend.
„Mein Neffe! Arnauld du Thill!“
Arnauld ſchaute ihn an und erbleichte; doch er erholte ſich ſogleich wieder und entgegnete:


