Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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V. Unter dem Zelt.

Drei Tage nachher, am 4. Januar Abends, waren

die Franzoſen, trotz der Weiſſagungen von Lord Went⸗ worth, noch weiter vorgerückt.

Sie hatten nicht nur die Brücke überſchritten, ſon⸗ dern ſie waren ſeit dem Morgen Herren des Fort von Neuillay, ſo wie von allen Waffen und der ganzen Muni⸗ tion, die daſſelbe enthielt.

In dieſer Stellung konnten ſie allen ſpaniſchen und engliſchen Hülfstruppen, wenn ſie zu Lande kamen, den Durchzug verſchließen.

Ein ſolches Reſultat war wohl die drei Tage hef⸗ tigen, mörderiſchen Kampfes werth, die es gekoſtet hatte.

„Das iſt ein Traum!“ rief der ſtolze Gouverneur von Calais, als er ſeine Soldaten, trotz ſeiner muthigen Anſtrengung, ſie auf ihren Poſten zu halten, in Unord⸗ nung gegen die Stadt fliehen ſah.

Und zum Uebermaß der Demüthigung mußte er ih⸗

nen folgen. Es war ſeine Pflicht, zuletzt zu ſterben. „Glücklicher Weiſe,“ ſagte Lord Derby zu ihm, als ſie in Sicherheit waren,„glücklicher Weiſe werden Calais und das alte Schloß ſelbſt mit den wenigen Kräften, die uns bleiben, wohl noch zwei bis drei Tage halten. Das

Fort von Risbank und die Einfahrt zur See bleiben frei

und England iſt nicht fern.“

Der von Lord Wentworth verſammelte Rath erklärt in der That, hierin liege das Heil. Es war nicht mehr Zeit, auf den Stolz zu hören. Sogleich mußte eine Kunde nach Dover erpedirt werden. Am andern Tag ſpäteſten