32
neur, indem er ſich ſeinem Lieutenant näherte.„Beruhigt Euch. Was wollt Ihr mit Euren Thatſachen ſagen?“
Lord Derby erwiederte mit leiſer Stimme, wie es ſein Vorgeſetzter forderte, der in Gegenwart von Diana nicht weich geben wollte:.
„Die Franzoſen haben unverſehens das Fort Sainte⸗ Agathe angegriffen. Nichts war bereit, um ſie zu em⸗ pfangen, weder die Mauern, noch die Mannſchaft, und ich befürchte, daß ſie zu dieſer Stunde ſchon Herren dieſes erſten Bollwerks von Calais ſind.“
„Sie wären noch fern von uns,“ entgegnete raſch Lord Wentworth.
„Ja, aber nichts würde ihnen ſodann ein Hinderniß entgegenſtellen bis zur Brücke von Nieullay und die Brücke von Nieullay iſt zwei Meilen*) vom Platze.“
„Habt Ihr den Unſrigen Verſtärkung zugeſchickt, Derby?“
„Ja, Mylord, entſchuldigt, ohne Eure Befehle und trotz Eurer Befehle.“
„Ihr habt wohl daran gethan,“ ſprach der Gouver⸗ neur.
„Doch dieſe Hülfe wird noch zu ſpät gekommen ſein,“ erwiederte der Lieutenant.
„Wer weiß? Erſchrecken wir nicht. Ihr begleitet mich auf der Stelle nach Nieullay. Wir laſſen dieſe Unklugen ihre Kühnheit theuer bezahlen, und haben ſie Sainte⸗ Agathe ſchon, ſo iſt es damit abgemacht, daß wir ſie daraus verjagen.“
„Gott wolle es!“ ſagte Lord Derby.„Doch ſie ha⸗ ben die Partie ſehr feſt eingegangen.“
„Wir werden Revanche bekommen,“ erwiederte Lord Wentworth.„Wißt Ihr, wer ſie befehligt?“
*) Hier ſind engliſche Meilen gemeint, während ſonſt immer von franzöſiſchen Meilen, v ueber
*


