Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Von Gott, vom König...

Es lag in ihrem Satze ein Zögern und in ihrem Gedanken ein Verſchweigen, das Lord Wentworth nur zu wohl begriff.

„Sicherlich denkt ſie an dieſen d'Ermos!“ ſagte er zu ſich ſelbſt.

Doch dies war eine gefährliche Erinnerung, die er nicht zu berühren oder hervorzuruſen wagte. Er beſchränkte ſich darauf, daß er mit Bitterkeit erwiederte:

„Ja, rechnet auf den König! rechnet auf Gott! Doch wenn Gott Euch hätte beiſtehen wollen, ſo würde er Euch, wie mir ſcheint, am erſten Tage gerettet haben, und nun endigt heute ein Jahr, ohne daß er Euch ſeinen Schutz hat angedeihen laſſen.“

„Ich hoffe daher auf das Jahr, Las morgen beginnt,“ erwiederte Diana, indem ſie ihre ſchönen Augen zum Himmel aufſchlug, als wollte ſie Hülfe von Oben erflehen.

„Was den König von Frankreich, Euren Vater, be⸗ trifft,“ fuhr Lord Wentworth fort,„ſo hat er, denke ich,

zu ſchwere Angelegenheiten auf dem Hals, um ſeine ganze

Macht und ſeinen ganzen Geiſt für Euch zu verwenden⸗

Frankreich iſt in einer noch dringenderen Gefahr, als ſeine Tochter.“

„Das ſagt Ihr!“ verſetzte Diana im Tone des

Zweifels. „Lord Wentworth lügt nicht, Madame. Wißt Ihr,

5. Sachen für den Koͤnig, Euren erhabenen Vater, „Was kann ich in dieſem Gefängniß erfahren?“ er⸗ wiederte Diana, welche ſich einer Bewegung der Theil⸗ nahme nicht zu erwehren vermochte. „Ihr brauchtet nur zu fragen,“ ſprach Lord Went⸗ worth, freudig, daß man ihn einen Augenblick anhörte, und wäre es auch nur als Unglücksboten.„Nun, ſo wißt, daß die Rückkehr des Herrn Herzogs von Guiſe nach Paris bis jetzt die Lage von Frankreich durchaus nicht

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