2 dem Stallmeiſter zu,„Ihr nehmt dem gnädigen Herrn nicht einmal ſeinen Mantel ab?“
„Oh! verzeiht, verzeiht,“ ſprach Martin, der ſich, aus ſeiner Träumerei erwachend, haſtig erhob.
„Es iſt gut, Martin, laß Dich nicht ſtören,“ ſagte Gabriel.„Aloyſe, Du darfſt meinen armen Martin nicht plagen, ſein Eifer und ſeine Ergebenheit ſind mir in dieſem Augenblick mehr als je nothwendig, und ich habe mich in dieſem Augenblick über ernſte Dinge mit ihm zu verſtändigen.“
Jeder Wunſch des Vicomte d'Ermés war Aloyſe heilig. Sie begünſtigte den wieder in Gnade gekomme⸗ nen Stallmeiſter mit ihrem liebenswürdigſten Lächeln und ging beſcheiden hinaus, damit ſich Gabriel freier beſprechen könnte.
„Ah! Martin,“ ſagte Gabriel als ſie allein waren, „was machſt Du denn da? über welchen Gegenſtand finnſt Du ſo ernſt nach?“
„Gnädiger Herr,“ antwortete Martin⸗Guerre,„ich zerarbeitete mir mit Eurer Erlaubniß das Gehirn, um ein wenig das Räthſel des Menſchen von dieſem Mor⸗ gen zu errathen.“
„Haſt Du es gefunden?“ verſetzte Gabriel lä⸗ chelnd.
„Leider ſehr wenig, gnädiger Herr, wenn ich es geſtehen ſoll, ich mag immerhin meine Augen aufrei⸗ ßen, ich ſehe nichts als ſchwarze Nacht.“
„Aber ich habe Dir geſagt, Martin, daß ich etwas Anderes zu ſehen glaube.“
„In der That, gnädiger Herr, doch was? ich ſtrenge alle meine Kräfte an, um etwas zu finden.“
„Der Augenblick, es Dir zu ſagen, iſt noch nicht ge⸗
kommen,“ erwiederte Gabriel.„Höre: nicht wahr, Du „Rein, Martin, ich ſage es zu Deinem Lobe. Ich
biſt mir treu ergeben, Martin.“ „Fragt mich der gnävige Herr?“
nehme dieſe Ergebenheit, von der ich vede, in Anſpruch.
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