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„Ehrgeiziger!“ verſetzte der Herzog.
„In der That, ſehr ehrgeizig!“ ſprach Gabriel, ſchwermüthig den Kopf ſchüttelnd.
„Aber Gott ſei Dank, Ihr ſeid nun zurück!“ ſagte der Herzog von Guiſe,„wird ſind nun wieder vereinigt, Freund! und Ihr wißt, welche Pläne wir mit einander in Italien machten! Ah! mein armer Gabriel, Frank⸗ reich bedarf jetzt mehr, als je, Eurer Tapferkeit. Wie — iſt das Vaterland in die äußerſte Noth ver⸗ etzt!“
„Alles, was ich bin, und Alles, was ich vermag, iſt ſeiner Behauptung und Aufrechthaltung geweiht und wartet nur auf ein Zeichen von Euch, gnädigſter Herr.“
„Ich danke, Freund, ich werde von Eurem Aner⸗ bieten Gebrauch machen, deſſen könnt Ihr ſicher ſein, und das Zeichen wird nicht lange auf ſich warten laſſen.“
„Dann iſt es an mir, Euch zu danken, Mon⸗ ſeigneur!“ rief Gabriel.
„Um die Wahrheit zu ſagen,“ ſprach der Herzog
von Guiſe,„je mehr ich umherſchaue, deſto mißlicher und ernſter finde ich die Lage der Dinge. Ich mußte zuerſt dem Dringendſten zueilen, um Paris den Wider⸗ ſtand organiſiren, dem Feinde eine furchtbare Ver⸗ theidigungslinie bieten, ſeine Fortſchritte aufhalten. Aber das iſt noch nichts. Er hat Saint⸗OQuentin! er hat zben Norden! Ich muß, ich will handeln! Doch wie?„
Er hielt inne, als wollte er Gabriel um Rath fragen. Er kannte den hohen geiſtigen Werth des jun⸗ gen Mannes, und bei mehr als einer Gelegenheit hatte er ſeine Rathſchläge gut gefunden. Aber diesmal ſchwieg der Vicomte d'Ermos, beobachtete ſelbſt den Herzog und ließ ihn ſo zu ſagen kommen. 5
Franz von Lothringen fuhr dann fort:


