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tapfer war, gebrach es an dem Willen, der befiehlt, und an der Kraft, welche vollführt.
Der Herzog von Guiſe ſagte ſich dies Alles, aber er ſagte ſich auch, daß es nicht genüge, dieſe verwe⸗ genen Hoffnungen vor ſich ſelbſt zu rechtfertigen, er mußte ſie in den Augen von Franfreich rechtfertigen; er mußte durch auffallende Dienſte, durch glänzende Erfolge ſeine Rechte erkaufen und ſein Geſchick er⸗ erobern.
Der vom Schickſal begünſtigte General, welcher das Glück gehabt hatte, in Metz die zweite Invaſion. des großen Kaiſers Karl V. aufzuhalten, fühlte doch⸗. daß er nicht genug gethan, um Alles zu wagen. Wenn er auch zu dieſer Stunde bis an die Grenze die Spanier und Engländer zurücktriebe, ſo würde dies doch nicht mehr genügen. Damit Frankreich ſich gäbe oder nehmen ließe, müßte man nicht nur ſeine Niederlagen wieder gut machen, ſondern ihm auch Siege bringen.
Dies waren die Betrachtungen, welche gewohnlich den großen Geiſt des Herzogs von Guiſe ſeit ſeiner Rückkehr aus Italien beſchäftigten.
Er wiederholte ſich dieſelben an dem Tage, wo Ga⸗ briel von Montgommery mit Heinrich I. ſeinen neuen jugleich wahnfinnigen und erhabenen Vertrag ab⸗ ſchloß. 3
Franz von Guiſe ſtand allein in ſeinem Zimmer am Fenſter, ſchaute, ohne zu ſehen, und trommelte ma ſchinenmäßig mit den Fingern auf den Scheiben. 1
Einer von ſeinen Leuten kratzte beſcheiden an der Thüre und meldete ihm, auf die Erlaubniß des Herzogs eintretend, den Vicomte d'Ermoès.
„Der Vicomte d'Exmès!“ ſprach der Herzog, der das Gedächtniß von Cäſar beſaß und überdies gute Gründe hatte, ſich Gabriels zu erinnern.„Der Vicomte d'Ermos! mein junger Waffengefährte von Metz, Renty


