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„Wir wünſchen es für uns,“ ſagte Theodor von Beze.
„Ihr müßtet es nicht für mich wünſchen,“ verſetzte Gabriel,„denn wie ich es Euch geſtanden habe, wird es das Unglück ſein, was mich⸗Eurer Sache zuwendet. Gott befohlen, meine Herren, ich muß mich zu dieſer Stunde nach dem Louvre begeben.“
„Und ich begleite Euch,“ ſagte Coligny.„Ich habe Heinrich H. in Eurer Gegenwart zu wiederholen, was ich ihm ſchon in Eurer Abweſenheit erklärte. Das Gedächtniß der Könige iſt kurz und dieſer ſoll nicht vergeſſen oder leugnen können. Ich gehe mit Euch.“
„Ich hätte es nicht gewagt, Euch um dieſen Dienſt
zu bitten, Herr Admiral,“ ſprach Gabriel,„doch ich
nehme Euer Anerbieten dankbar an.“
„Gehen wir,“ ſagte Coligny.
Als ſie das Zimmer von Calvin verlaſſen hatten, nahm Theodor von Boze ſein Regiſter und ſchrieb zwei Namen ein:
Ambroiſe Paré.
Gabriel, Vicomte d'Ermos.
„Mir ſcheint,“ ſagte la Renaudie zu Theodor,„Ihr habt ein wenig zu eilfertig dieſe zwei Männer unter den Unſrigen eingetragen. Sie machten ſich keines Wegs verbindlich.“
„Dieſe zwei Männer gehören uns,“ erwiederte Boze.„Der Eine ſucht die Wahrheit und der Andere flieht die Ungerechtigkeit. Ich ſage Euch, ſie gehören uns, und ich werde es Calvin ſchreiben.“
„Dann wird der Morgen für die Religion gut ge⸗ weſen ſein,“ verſetzte la Renaudie.
„Sicherlich,“ ſprach Theodor,„wir werden einen tiefen Philoſophen und einen muthigen Soldaten, einen mächtigen Kopf und einen ſtarken Arm, einen Mann, die Schlachten zu gewinnen, und einen, die Ideen aus⸗ haben.. Ihr habt Recht, der Morgen iſt gut!“


