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keinem Augenblick in Verlegenheit gerathen würdet, und wir werden Euch auf Euer Wort glauben!“
„Wenn ſie ſo zu Euch ſprechen, Freund,“ ſagte der Admiral,„ſo geſchieht es, weil man in der That reine Hände braucht, um reine Sachen zu vertheidigen; hätte man dieſe nicht, ſo würde man ſeiner Sache und ſich ſelbſt Unglück bringen.“
Gabriel hörte und betrachtete einen nach dem andern dieſe drei, gegen Andere wie gegen ſich ſelbſt ſtrengen Männer, die durchdringend und ernſt um ihn ſtanden und ihn zugleich als Freunde und als Richter befragten.
Gabriel erröthete und erbleichte abwechſelnd bei ihren Worten.
Er befragte ſelbſt ſein Gewiſſen. Ganz ein Mann des Aeußeren und der Bewegung, hatte er ſich ohne Zweifel zu wenig daran gewöhnt, nachzudenken und ſich zu erkennen. In dieſem Augenblick forſchte er in ſich mit Schrecken, ob an ſeiner kindlichen Pietät ſeine Liebe für Frau von Caſlro nicht einen zu großen Antheil hätte; ob ihm nicht eben ſo viel daran gelegen wäre, das Ge⸗ heimniß der Geburt von Diana zu erfahren, als den alten Grafen zu befreien; ob er bei dieſer Lebensfrage mit ſo großer Uneigennützigkeit zu Werke ginge, als es nach der Anſicht von Coligny nothwendig wäre, um die Gnade Gottes zu verdienen?
Ein beängſtigender Zweifel, wenn er wirklich durch irgend einen Hintergedanken der Selbſtſucht das Heil ſeines Vaters vor dem Herrn gefährdete!
Er zitterte in ſeinem unruhigen Geiſte. Ein ſchein⸗ bar unbedeutender Umſtand rief ihn zu ſeiner Natur, zur Thätigkeit zurück.
Es ſchlug eilf Uhr in der Saint⸗Severin⸗Kirche.
In einer Stunde ſollte er vor dem König ſtehen.
Mit ziemlich feſter Stimme ſprach Gabriel zu den Reformirten:
„Ihr ſeid Männer des goldenen Zeitalters, und


