Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Thätigkeit ſeines Geiſtes entwickeln, um die Schwierig⸗ keiten zu beſeitigen und den Hinderniſſen zu entgehen. Doch trotz aller Eile, die er anwandte, kam er erſt am vierten Tage nach ſeiner Abreiſe von Calais in Paris an.

Doch die Gefahren des Weges nahmen Gabriel vielleicht minder in Anſpruch, als ſeine ihr Ende be⸗ rührende Unruhe. Obgleich von ſeiner Natur nicht be⸗ ſonders zu Träumereien hingezogen, zwang ihn doch ſein einſamer Marſch beinahe beſtändig, von der Ge⸗ fangenſchaft ſeines Vaters und von Diana, von den Mitteln, dieſe theuren und heiligen Weſen zu befreien, von dem Verſprechen des Königs und davon zu träu⸗ men, wozu er ſich entſchließen ſollte, wenn Heinrich II. ſein Verſprechen nicht halten würde. Aber nein, Hein⸗ rich II. war nicht umſonſt der erſte Edelmann der Chri⸗ ſtenheit. Die Erfüllung ſeines Schwures koſtete ihn

roße Ueberwindung und er würde warten, bis Gabriel ſe forderte, um dem alten rebelliſchen Grafen zu ver⸗ zeihen, aber er würde verzeihen. Doch wenn er nicht verzieh?“

Wenn dieſe verzweiflungsvolle Idee ſeinen Geiſt durchzuckte, wie ein Dolch ſein Herz durchzuckt hätte, gab Gabriel ſeinem Pferde die Sporen und fuhr mit der Hand an das Stichblatt ſeines Degens.

Gewöhnlich war es der ſüße und und zugleich ſchmerzliche Gedanke an Diana von Caſtro, was ſeiner bewegten Seele wieder Ruhe verlieh.

Mitten unter dieſen Ungewißheiten und Befürch⸗

tungen kam er endlich am Morgen des vierten Tages

vor die Thore von Paris. Er war die ganze Nacht ge⸗ reiſt und die bleiche Helle der Morgendämmerung be⸗ leuchtete allein die Stadt, als er durch die Straßen in die Nähe des Louvre ritt.

Er hielt vor dem geſchloſſenen und entſchlummer⸗ ten königlichen Hauſe an und fragte ſich, ob er warten oder weiter reiten ſollte. Doch ſeine Ungeduld fügte ſich

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