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müſſe ſich daher dieſer tödtlichen Gefangenſchaft durch einen verzweifelten Streich entziehen.“
„„Und was gedenkſt Du zu thun, Perrot?““ fragte Herr von Montgommery.„„Sieh'! ſie ſind ihrer Acht gegen uns Zwei, und wir beſinden uns nicht in einem befreundeten Hauſe,““ fügte er voll Bitterkeit bei.
„„Gleichviel!““ erwiederte Perrot,„„laßt mich nur machen und ſprechen, und Ihr ſeid gerettet, Ihr ſeid frei⸗““
„„Wozu ſollte es mich nützen, Perrot?““ ſagte traurig der Graf,„„was ſollte ich mit dem Leben und der Freiheit thun? Diana liebt mich nicht! Diana haßt mich und verräth mich!““
„„Laßt die Erinnerung an dieſe Frau, und denkt an Euer Kind, gnädiger Herr.““
„„Du haſt Recht, Perrot, ich habe ihn zu ſehr vergeſſen, meinen armen kleinen Gabriel, und Gott ſtraft mich dafür. Für ihn muß ich, will ich die letzte Möglichkeit der Rettung verſuchen, die Du mir bieteſt, Freund. Doch vor Allem höre mich: entgeht mir dieſe Möglichkeit, ſcheitert die durch ihre Vermeſſenheit wahn⸗ ſinnige Unternehmung, die Du zu wagen im Begriffe biſt, ſo will ich dem verwaiſten Knaben nicht als Erb⸗ ſchaft die Folge meines unſeligen Geſchickes vermachen; ich will ihm nach meinem Verſchwinden aus dem Leben nicht die furchtbaren Feindſchaften hinterlaſſen, denen ich unterlegen bin. Schwöre mir alſo, daß wenn das Gefängniß oder das Grab ſich für mich öffnet, Gabriel nie durch Dich erfahren ſoll, wie ſein Vater aus dieſer Welt verſchwunden iſt. Bekäme er Kenntniß von die⸗ ſem furchtbaren Geheimniß, ſo würde er eines Tags mich rächen oder retten wollen, und er würde ſich in's Verderben ſtürzen. Ich werde, ohne dieſe Laſt beizu⸗ fügen, ſeiner Mutter immer noch eine ſchwere Rechen⸗ ſchaft abzulegen haben. Mein Sohn lebe glücklich und ohne Sorge über die Vergangenheit ſeines Vaters! Schwöre mir dies, Perrot, und halte Dich nur Deines


