Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Perrot hatte nicht einmal Zeit, hinzuzulaufen, um ſei⸗ nem Herrn zu helfen. Als er auf die Thürſchwelle

kam, ſah er einen von den Reitern auf dem Boden

ausgeſtreckt und drei andere mit blutenden Wunden. Doch der entwaffnete Graf war ſchon gebunden und wurde von fünf bis ſechs Reitersknechten gehalten, welche ihn zu gleicher Zeit angefallen hatten⸗ Perrot, den man im Tumult nicht bemerfte, glaubte den Intereſſen von Herrn von Montgommery nützlicher zu ſein, wenn er frei bliebe und es dadurch in ſeiner Macht behielte, ſeine Freunde zu benachrichtigen, oder ihm bei einer günſtigeren Gelegenheit beizuſtehen. Er kehrte daher geräuſchlos an ſeinen Poſten zurück und wartete hier, das Ohr auf der Lauer und die Hand am Schwert, da Herr von Montgommery weder todt noch verwundet war, auf den Augenblick, ſich zu zeigen und ihn vielleicht zu retten, denn Ihr werdet ſogleich ſehen, gnädiger Herr, daß es meinem braven Mann weder an Muth noch an Kühnheit fehlte. Doch er war eben ſo weiſe als tap⸗ fer und wußte geſchickt ſeinen Vortheil zu faſſen. Für den Augenblick konnte er nur beobachten; was er auch mit großer Kaltblütigkeit und Aufmerkſamkeit that.

„Obgleich gebunden, rief Herr von Montgommerh immer noch:

„„Sagt ich es Dir nicht, Heinrich von Valvis, Du würdeſt nur zehn Schwerter dem meinigen und den gehorſamen Muth Deiner Soldaten meiner Belei⸗ digung entgegenſetzen!““

„„Ihr ſeht, Herr von Montmoreney,““ ſprach der Dauphin bebend.

„„Man kneble ihn!““ rief Herr von Montmo⸗ rench ſtatt jeder Antwort;„ich werde Euch ſagen laſſen,““ fuhr er fort, indem er ſich an die Soldaten wandte,„ich werde Euch ſagen laſſen, was Ihr mit ihm zu thun habt. Bis dahin bewacht ihn auf das Schärfſte. Ihr ſteht mir mit Eurem Kopfe für ihn.““

„Hienach verließ er das Sprechzimmer und zog den