„Dieſes Wenige, Madame, war Alles in dem ver⸗ zweifelten Schmerz, in welchem ich zu Boden lag. Ihr wollt nicht, daß man Euch dankt, doch ich, ich will mich erinnern.“
„Gott befohlen, Herr dErmés, pflegt Euch gut und ſucht Euch zu tröſten.“
Sie reichte ihm die Hand, Gabriel küßte ſie ehr⸗ furchtsvoll, dann ging ſie nach der einen Seite, wäh⸗ rend er ſich in der entgegengeſetzten Richtung ent⸗
ernte. Als er aus dem Louvre war, folgte er dem Rande des Waſſers, und nach einer halben Stunde befand er ſich in der Rue des Jardins. Er hatte nicht einen einzigen Gedanken, ſondern nur ein großes Leiden in ſeinem Gehirn.
Aloyſe erwartete ihn voll Angſt.
„Nun?“ fragte ſie ihn.
Gabriel bewältigte eine Blendu die abermals ſein Geſicht verſchleierte. Er hätte gern geweint, doch er konnte nicht. Mit bebender Stinpne antwortete er:
„Ich weiß nichts, Aloyſe! Alles iſt ſtumm geweſen, dieſe. Frauen und mein Herz; ich weiß nichts, wenn nicht, daß meine Stirne eiſig iſt, und daß ich dennoch brenne. Mein Gott! mein Gott!“
„Muth, gnädiger Herr!“ ſprach Aloyſe.
„Muth,“ erwiederte Gabriel,„ich habe Muth. Gott ſei Dank, ich ſterbe.“
Und er fiel abermals rücklings auf den Boden, doch diesmal kam er nicht zu ſich.
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