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mir, und haltet fortan Catharina von Medicis für Eure unverſöhnliche Feindin. Ja, ich werde Euch wiederfinden, deſſen ſeid gewiß, Herr d'Ermès! Doch mittlerweile geht.“
Gabriel verbeugte ſich vor der Königin und ging hinaus ohne ein Wort zu ſagen. 2
„Ah!“ dachte er, als er ſich allein fand,„ein Haß mehr! Doch was würde das mir machen, wenn ich etwas über meinen Vater und über Diana erfahren hätte? Die Geliebte des Königs und die Frau des Kö⸗ nigs zu Feindinnen! Das Schickſal will mich vielleicht darauf vorbereiten, daß ich der Feind des Königs werde. Gehen wir nun zu Diana, die Stunde iſt gekommen, und Gott wolle, daß mir dieſe letzte Leuchte nicht ent⸗ ſchwinde, und daß ich nicht noch trauriger und troſt⸗ loſer von derjenigen, welche mich liebt, als von den⸗ jenigen, welche mich haſſen, weggehe!“
XVI. Geliebter oder Bruder?
Als Jaeinthe Gabriel in das Zimmer von Diana von Caſtro einführte, das dieſe als legitimirte Tochter des Königs im Louvre bewohnte, lief Diana in ihrem naiven, keuſchen Erguſſe dem Vielgeliébten entgegen, ohne auf irgend eine Weiſe ihre Freude zu verbergen. Sie hätte nicht einmal ihre Stirne ſeinem Kuß entzogen, doch er begnügte ſich, ihr die Hand zu drücken.
„Endlich ſeid Ihr da, Gabriel!“ ſagte ſie.„Mit welcher Ungeduld erwartete ich Euch, mein Freund! Längſt weiß ich nicht mehr, wohin ich das Uebermaß


