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dig machten,„bedenkt, daß wir vor Einbruch der Nacht in Caen ſein müſſen.“
Beinahe erſtickt durch Schluchzen, entfernte ſich Diana haſtig, um in ihr Zimmer hinauf zu gehen, jedoch nicht ohne zuvor Gabriel durch ein Zeichen bedeutet zu haben, er möge warten.
Nach Verlauf einer Stunde, während der man in den Wagen die Gegenſtände packte, welche Diana mitneh⸗ men wollte, erſchien dieſe wieder ganz reiſefertig. Sie bat Frau von Leviſton, die ihr wie ihr Schatten folgte, um Erlaubniß, noch einmal in dem Garten umhergehen zu dürfen, wo ſie zwölf Jahre lang ſo ſorglos und glücklich geſpielt hatte. Gabriel und Enguerrand gingen während dieſes Beſuches hinter ihr. Diana blieb vor einem Ro⸗ ſenſtock mit weißen Blüthen ſtehen, den Gabriel und ſie im vorhergehenden Jahre gepflanzt hatten. Sie pflückte zwei Roſen, befeſtigte eine an ihrem Kleid, roch an der
andern und reichte ſie Gabriel. Der junge Mann fühlte, daß ihm zu gleicher Zeit ein Papier in die Hand ſchlüpfte, ⸗
das er haſtig in ſeinem Wamms verbarg. Nachdem Diana von allen Gängen, von allen Gebüſchen, von allen Blu⸗ men Abſchied genommen hatte, mußte ſie ſich endlich zur Abreiſe entſchließen. Als ſie vor den Wagen kam, der ſie wegführen ſollte, gab ſie die Hand den Dienern des Hau⸗ ſes und ſogar den guten Leuten vom Flecken, welche ſie alle kannten und liebten. Die Arme hatte nicht die Kraft, zu ſprechen, ſie machte nur Jedem ein freundſchaftliches
Zeichen mit dem Kopf. Dann umarmte ſie Enguerrand,
und endlich Gabriel, ohne ſich im Geringſten um die Ge⸗ genwart von Frau von Lebiſton zu bekümmern. Inden Ar⸗ men ihres Freundes gewann ſie ſogar ihre Stimme wie⸗ der, und als dieſer zu ihr ſagte:„Fahre wohl! fahre wohl!“ da ſprach ſie:
„Nein, auf Wiederſehen!“
Hienach ſtieg ſie in den Wagen, und da die Kindheit im Ganzen ihr Recht nicht völlig auf ſie verlor, ſo horte
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