Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wonnen. Piton erblickte aus dem Augenwinkel Catherine.

Er erröthete, ſie erbleichte.

Die Revue hatte von dieſem Augenblick an für ihn)

mehr Intereſſe als für Jedermann.

Er ließ die Leute zuerſt das einfache Exercitium mit der Flinte machen, und jede Bewegung, die er commandirte, wurde ſo pünktlich ausgeführt, daß die Luft von Bravos erſcholl.

Nicht dasſelbe war bei den anderen Dörfern der Fall; ſie zeigten ſich matt und unregelmäßig. Halb be⸗ waffnet, halb unterrichtet, fühlten ſich die Einen ſchon demoralifirt durch die Vergleichung, die Andern über⸗ trieben hochmüthig, was ſie am Tage vorher ſo gut wußten.

Alle gaben nur unvollkommene Reſultate.

Doch vom Exercitium ſollte man zum Manveuvre übergehen. Hier erwartete der Sergent ſeinen Wett⸗ eiferer Pitou.

Der Sergent hatte, in Betracht ſeines Dienſtalters, das Obercommando erhalten, und es handelte ſich für ihn ganz einfach darum, die hundert und ſiebenzig Mann der Hauptarmee marſchiren und manveuvriren zu laſſen.

Er konnte es nicht zu Stande bringen.

Seinen Degen unter dem Arm und ſeinen getreuen Helm auf dem Kopfe ſchaute Piton mit dem Lächeln

des überlegenen Mannes zu.

Als der Sergent die Spitzen ſeiner Colonne unter den Bäumen des Waldes hatte verſchwinden ſehen, wäh⸗ rend die Schweife den Weg nach Haramont einſchlugen; als er ſeine Carrés ſich in unrichtigen Entfernungen hatte zerſtreuen ſehen; als er die Rotten auf eine ſehr unerfrenliche Art hatte ſich vermengen und die Rotten⸗

führer ſich verirren ſehen, verlor er den Kopf, unb

ſchon alle Stimmen der Verſammlung für ſich ge⸗ 3

S SS