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Diener, andere Stützen, andere Freunde ſchicken, als diejenigen, welche Sie haben.“
„Kennen Sie ſolche?“
„Ja, Madame.“
„So bezeichnen Sie mir dieſelben.“
„Madame, ich, der ich mit Ihnen ſpreche, war geſtern Ihr Feind.“
„Mein Feind, und warum dies?“
„Weil Sie mich einſperren ließen.“
„Und heute?“
„Heute, Madame,“ antwortete Gilbert, ſich ver⸗ beugend,„heute bin ich Ihr Diener.“
„Und der Endzweck?“
„Madame 4
„Der Endzweck, in welchem Sie mein Diener ge⸗ worden ſind? Es liegt nicht in Ihrer Natur, mein Herr, ſo ſchnell Meinungen, Glauben oder Neigungen zu wechſeln. Sie ſind ein tiefer Mann in den Erinne⸗ rungen, Herr Gilbert, Sie wiſſen Ihre Rache fortdauern zu laſſen. Auf! nennen Sie mir den Endzweck Ihrer Veränderung.“
„Madame, Sie haben mir ſo eben vorgeworfen, ich liebe mein Vaterland zu ſehr.“ „Man liebt es nie zu ſehr, mein Herr; es handelt nur darum, zu wiſſen, wie man es liebt. Ich, ich liebe mein Vaterland.(Gilbert lächelte.) Oh! keine falſche Auslegung, mein Herr; mein Vaterland iſt Frankreich, ich habe es adoptirt. Eine Deutſche durch das Blut, bin ich Franzöſin durch das Herz. Ich liebe Frank⸗ reich; doch ich liebe es durch den König, ich liebe es durch die dem Gott, welcher es geheiligt hat, ſchuldige Ehrfurcht. Nun Sie „Ich, Madame?“ „Ja, Sie. Ich begreife, nicht wahr, bei Ihnen iſt es nicht daſſelbe. Sie lieben Frankreich einzig und allein Frankreichs wegen.“
„Madame,“ antwortete Gilbert ſich verbeugend,„ich


