„Aber mir ſcheint,“ ſagte Billot,„das war kein reblicher Vorſchlag, weder um ihn zu thun, noch um ihn anzunehmen.“
„Mein lieber Billot, man nennt das Diplomatie, und in der politiſchen Welt bewundert man ſehr dieſe Art von Jdeen. Nun denn! Billot, für ſo unmoraliſch Sie die Sache hielten, vielleicht hätte man, trotz Waſ⸗ hingtons, des Redlichſten der Menſchen, Amerikaner ge⸗ funden, welche geneigt geweſen wären, den Frieden um den Preis dieſer ſchmählichen Einräumung gegen Eng⸗ land zu erkaufen.
„Aber Lord Chatam, der Vater von Pitt, dieſer verurtheilte Kranke, dieſer Sterbende, dieſes Geſpenſt, das ſchon bis an die Kniee in das Grab getreten war; Chatam, der nichts mehr zu verlangen zu haben ſchien, als die Ruhe auf der Erde vor dem Schlafe unter ſeinem Denkmal, dieſer Greis ließ ſich in das Parla⸗ ment führen, wo die Frage verhandelt werden ſollte.
„Er gab ſeinen Arm ſeinem Sohn William Pitt, der vamals ein junger Menſch von neunzehn Jahren, und ſeinem Schwiegerſohnzer hatte koſtbare Kleider
angezogen, eine ſpöttiſche Hülle ſeiner ſterblichen Mager⸗ keit. Bleich wie ein Geſpenſt, vas Auge halb todt unter den erſchlaffenden Lidern, ließ er ſich zu ſeiner Bank führen, während alle Lords, erſtaunt über die unerwartete Erſcheinung, ſich verbeugten und bewun⸗ derten, wie es der römiſche Senat bei der Rückkehr des ſchon todten und vergeſſenen Tiberius hätte thun können.
„Er hörte ſtillſchweigend mit einer tiefen Auf⸗ merkſamkeit die Rede von Lord Richmond, dem Urheber des Antrags, und als dieſer geendigt hatte, ſtand Chatam auf, um zu antworten.
„Da fand dieſer todte Mann die Kraft, um drei Stunden zu ſprechen; er fand Feuer in ſeinem Herzen, um den Blitz ſeiner Blicke zu entzünden; er fand in ſeiner Seele Töne, welche alle Herzen bewegten.
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