Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſchien, machte ein entſetzliches, vom Platze ausgehendes

Geſchrei ſelbſt die ſteinernen Stufen, auf die er den Fuß ſetzte, zittern.

Doch, verächtlich und unempfindlich, ſchaute er alle dieſe flammenden Augen mit ruhigen Augen an, zuckte er die Achſeln und ſprach die Worte:

Wie ſeltſam iſt dieſes Volk! Was hat es ſo zu brüllen!

Er hatte nicht vollendet, als er ſchon dieſem Volke gehörte. Auf der Freitreppe ſelbſt holten ihn Arme aus der Mitte der Wachen. Eiſerne Haken zogen ihn an, ſein Fuß glitt aus, und er rollte in die Arme ſei⸗ ner Feinde, die in einer Sekunde die Bedeckung zer⸗ ſtreut hatten.

Dann riß eine unwiderſtehliche Woge den Gefan⸗ genen auf dem mit Blut beſudelten Wege fort, auf dem Foulon zwei Stunden zuvpor geſchleppt worden war.

Ein Menſch ſaß ſchon, mit dem Stricke in der Hand, auf der unſeligen Laterne. 8

Doch ein anderer Menſch hatte ſich an Berthier angeklammert, und dieſer Menſch theilte wüthend, wahn⸗ ſiig und Verwünſchungen an die Henker aus.

r ſchrie:

Ihr werdet ihn nicht haben! Ihr werdet ihn nicht tödten!

Dieſer Menſch war Billot, den die Verzweiflung toll gemacht hatte, und zwar toll wie zwanzig Menſchen⸗

Den Einen rief er zu:

Ich bin Einer von den Siegern der Baſtille!

Und Einige, die ihn wirklich erkannten, ließen in ihren Angriffen nach.

Zu Anderen ſagte er:

Laßt ihn richten; ich hafte für ihn; läßt man ihn entwiſchen, ſo werdet Ihr mich ſtatt ſeiner henken.

Armer Billot, armer ehrlicher Mann! Die Wellen riſſen ihn fort, ihn und Berthier, wie ein Wetterwirbel