Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Bleich, den Degen in der Hand, ſchob Lafahette mit Ekel die Wachen von ſich, die ſich zu entſchuldigen ſuchten, daß ſie die minder Starken geweſen.

Stampfend vor Wuth und dahin und dorthin aus⸗ ſchlagend, wie eines von den brauſenden Pferden des Perche, kehrte Billot in's Stadthaus zurück, um nichts mehr von dem zu ſehen, was auf dieſem mit Blut be⸗ ſudelten Platze vorging.

Was Pitou betrifft, ſo hatte fich ſein Ungeſtüm für die Volksrache in eine krampfhafte Bewegung ver⸗ wandelt, und er hatte das abſchüſſige Ufer des Fluſſes erreicht, wo er die Augen und die Ohren ſchloß, um nichts mehr zu ſehen und zu hören.

Im Stadthauſe herrſchte Beſtürzung: die Wähler fingen an zu begreifen, ſie werden nie im Stande ſein, die Bewegungen des Volkes anders zu lenken, als in der Richtung, die dem Volke belieben würde.

Plötzlich, während die Wüthenden ſich damit be⸗ luſtigen, daß ſie den enthaupteten Körper von Foulon in den Goſſen umherſchleppten, erſchallt ein neues Ge⸗ ſchrei, rollt ein neuer Donner über die Brücken.

Ein Eilbote ſtürzt herbei. Die Neuigkeit, die er bringt, weiß die Menge ſchon. Sie hat ſie auf die Andeutung ihrer geſchickteſten Führer errathen, wie die Meute nach der Eingebung des geübteſten von den Leit⸗ hunden die Fährte aufnimmt.

Die Menge drängt ſich um den Eilboten und ſchließt ihn ein; ſie fühlt, daß er eine neue Beute berührt hat; ſie riecht, daß er von Herrn Berthier ſprechen will.

Das war ſo.

Von dem Munde von zehntauſend Menſchen zugleich befragt, ſieht ſich der Eilbote genöthigt, zu antworten:

Herr Berthier von Sauvigny iſt in Compiégne verhaftet worden.

Dann dringt er in das Stadthaus ein, wo er Lafahette und Bailly daſſelbe verkündigt.

Gut, gut, ich wußte es, erwiedert Lafahette.

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