In das Innere der Höfe durch die Neugierde ge⸗ drängt, ſtrömte in der That die Menge gegen den Ein⸗ gang der Baſtille, deren Thore ſie verſperrte. Am Ein⸗ gang der Baſtille waren die andern Gefangenen.
Acht Gefangene, Gilbert mitgezählt, hatte man befreit.
Sie hießen: Jean Bechade, Bernard Laroche, Jean Lacaurège, Antoine Pujade, von White, der Graf von Solage und Tavernier.
Die vier Erſten flößten nur ein ſecundäres Inter⸗ eſſe ein. Sie waren beſchulvigt, einen Wechſel verfaͤlſcht zu haben, ohne daß ſich je ein Beweis gegen ſie erhoben hatte, was auf den Glauben führen ſollte, die Anklage ſei falſch geweſen; ſie beſanden ſich erſt ſeit zwei Jahren in der Baſtille.
Die Anderen waren der Graf von Solage, von White und Tavernier.
Der Graf von Solage war ein Mann von unge⸗ fähr dreißig Jahren, voll freudigen Erguſſes; er um⸗ armte ſeine Befreier, pries ihren Sieg und erzählte ihnen ſeine Gefangenſchaft. Im Jahr 1782 verhaftet und in Vincennes in Folge eines von ſeinem Vater erlangten Geheimbriefes eingeſverrt, war er von Vin⸗ cennes nach der Baſtille gebracht worden, wo er funf Jahre geblieben, ohne daß er einen Richter geſehen, ohne daß man ihn ein einziges Mal verhört hatte; ſeit zwei Jahren war ſein Vater todt und Niemand hatte an ihn gedacht; wäre die Baſtille nicht genom⸗ men worden, ſo hätte wahrſcheinlich nie Jemand an ihn
edacht. 8 Von White war ein Greis von ſechzig Jahren; er ſprach mit einem fremden Accent unzuſammenhängende Worte. Auf die Fragen, die ſich kreuzten, antwortete er, er wiſſe nicht, ſeit wie langer Zeit er verhaflet ſei und aus welchem Grunde man ihn verhaftet habe. Er erinnerte ſich nur, daß Herr von Sartines ein Vetter von ihm war, mehr nicht. Ein Schließer, Namens


