Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſen; was ſie mit verſelben Ehrfurcht that, wie ſie es, die Arme, achtzehn Monate vorher für ihre Mutter ge⸗ than hatte.

Piton würde während dieſer Zeit Alles für die Beerdigung beſtellen, welche gezwungener Weiſe auf den zweiten Tag nachher feſtgeſetzt werden mußte, da wegen des plötzlichen Todesfalles Tante Angeélique erſt nach achtundvierzig Stunden beerdigt werden durfte.

Es handelte ſich nun darum, ſich mit dem Maire, dem Schreiner und dem Todtengräber zu verſtändigen, da die religiöſen Ceremonien in Betreff der Beerdigun⸗ gen, wie bei den Heirathen, aufgehoben waren.

Mein Freund, ſagte Catherine zu Piton in dem Augenblicke, wo er ſeinen Hut nahm, um zu Herrn von Longpré zu gehen,wäre es nach dem Unfalle, der ſich ereignet hat, nicht ſchicklich, unſere Hochzeit um ein paar Tage aufzuſchieben?

Wie Sie wollen, Mademoiſelle Catherine.

Müßte man es nicht ſeltſam finden, wenn Sie an demſelben Tage, an welchem Sie Ihre Tante zur Erde beſtattet haben, einen Act ſo wichtig wie der der Hei⸗ rath vollziehen würden?

In der That ſehr wichtig für mich, da es ſich um mein Glück handelt!

Nun wohl, ziehen Sie Herrn von Longpré zu Rathe, und was er ſagt, daß Sie thun ſollen, das thun Sie.

Gut, Mademoiſelle Catherine.

Und dann dürfte es uns Unglück bringen, wenn wir uns ſo nahe am Grabe heirathen würden...

Ah! ſobald ich Ihr Gatte bin, fordere ich das Unglück heraus, mich anzugreifen.

Lieber Pitou, ſagte Catherine, indem ſie ihm die Hand reichte,verſchieben wir das auf Montag... Sie ſehen, ich ſuche ſo viel als möglich Ihren Wunſch mit der Schicklichkeit in Einklang zu bringen.