Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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landen, vom Rhein, von Italien rufen es Millionen von Stimmen an! Es braucht nur einen Fuß über die Gränze zu ſetzen, und die Völker werden es auf den Knieen erwarten.. Die Hände voll von Freiheit an⸗ kommend, iſt Frankreich nicht mehr eine Nation; es iſt die unwandelbare Gerechtigkeit! es iſt die ewige Ver⸗ nunft. Oh! Madame, benützen Sie es, daß Frank⸗ reich noch nicht den Weg der Gewaltthat betreten hat, denn wenn Sie zu lange warten, wird es dieſe Hönde, die es über die Welt ausſtreckt, gegen ſich ſelbſt umdrehen Aber Belgien, aber Deutſchland, aber Italien folgen jeder ſeiner Bewegungen mit Blicken der Freude und der Liebe. Belgien ſagt zu ihm:Komm! Deutſchland ſagt zu ihm:Ich erwarte dich! Ita⸗ lien ſagt zu ihm:Rette mich! Hat nicht im tiefen Norden eine unbekannte Hand auf den Tiſch von Guſtav geſchrieben:Keinen Krieg mit Frankreich! Ueber⸗ dies iſt keiner von den Königen, die Sie zu Hülfe rufen, bereit, Krieg mit uns anzufangen, Madame. Zwei Reiche haſſen uns tief; wenn ich ſage, zwei Reiche, ſo meine ich damit eine Kaiſerin und einen Miniſter: Ka⸗ tharina I. und HerrnPitt; doch ſie ſind machtlos gegen uns, wenigſtens zu dieſer Stunde. Katharina hält die Türkei unter einer ihrer Klauen und Polen unter der andern; ſie wird wohl ein paar Jahre zu thun haben, um die Eine zu unterwerfen und das Andere zu ver⸗ ſchlingen; ſie treibt die Deutſchen gegen uns; ſie bietet ihnen Frankreich an; ſie beſchämt Ihren Bruder Leopold wegen ſeiner Unthätigkeit; ſie zeigt ihm den König von

Preußen, der ſich Hollands bemächtigt wegen eines ein⸗

fachen, ſeiner Schweſter bereiteten Mißvergnügens; ſie ſagt zu ihm:Marſchiren Sie doch! ſie marſchirt aber nicht. Herr Pitt verſchlingt Indien in dieſem Augenblick; er iſt wie die Schlange Bva dieſe mühſame Verdauung macht ihn fühllos; warten wir, bis ſie voll⸗ endet iſt, ſo wird er uns ebenfalls angreifen, nicht ſo⸗

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