16 Lafayette ſich vor die Mündung der Kanonen werfen
ſehen.
Der Abgeordnete kam alſo ſelbſt einen Schreckens⸗ ſchrei ausſtoßend in die Verſammlung zurück, welche übrigens nicht zahlreich warz kaum dreißig bis vierzig Jacobiner waren in dem alten Kloſter anweſend.
Sie begriffen, auf ſie werden die Feuillants die Verantwortlichkeit der Herausforderung zurückfallen laſ⸗ ſen. War die erſte Petition nicht von ihrem Clubb aus⸗ gegangen? Sie hatten ſie allerdings zurückgezogen⸗ doch die zweite war offenbar die Tochter der erſten.
Sie hatten bange.
Dieſes bleiche Geſicht, dieſes Geſpenſt der Tugend⸗ dieſer Schatten der Philoſophie von Rouſſean, Robes⸗ pierre genannt, wurde von blaß leichenfarbig. Der kluge Abgeordnete von Arras verſuchte es, ſich aus dem Staube zu machen, und konnte dies nicht: er war genö⸗ thigt, zu bleiben und einen Entſchluß zu faſſen. Dieſer Entſchluß wurde ihm von der Angſt eingegeben.
Die Geſellſchaft erklärte, ſie bekenne ſich nicht zu den falſchen oder verfälſchten Druckſchriften, die man ihr zugeſchrieben, und ſie ſchwöre aufs Neue Treue der Conſtitution, Gehorſam den Decreten der Nationalver⸗ ſammlung.
Kaum hatte ſie dieſe Erklärung gemacht, als man durch die alten Corridors der Jacobiner einen von der Straße herkommenden gewaltigen Lärmen vernahm.
Dieſer Lärm beſtand aus Gelächter, Geziſche, Ge⸗ ſchrei, Drohungen und Geſängen. Das Ohr geſpannt, hofften die Jacobiner, er werde vorbeiziehen und ſeinen Weg nach dem Palais Royal nehmen.
Durchaus nicht! Der Lärm machte Halt, ſtellte ſich vor der niedrigen, finſteren Thüre, welche nach der Rue Saint⸗Honors ging, feſt, und um den Schrecken, der ſchon herrſchte, zu vermehren, riefen Einige von den
Anweſenden:


