Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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das Unglück der Zeiten; die Emigration hatte den Coiffure Künſtlern, nach dem, was wir von den Coif⸗ furen der Königin geſehen, war die Coiffure eine Kunſt zu jener Zeit, die Emigration, ſagen wir, hatte die⸗ ſen Künſtlern ihre beſten Kunden genommen. Ueberdies hatte Talma den Titus in Berenice geſpielt, und die Art, wie er ſich coiffirt, hatte eine neue Mode geſchaffen, welche darin beſtand, daß man die Haare kurz und ohne Puder trug.

Im Allgemeinen waren alſo die Perückenmacher Royaliſten. Leſet Prudhomme, und Ihr werdet ſehen, daß ſich am Tage der Hinrichtung des Königs ein Pe⸗ rückenmacher den Hals abſchnitt.

Es war aber ein guter Streich, der ſich den nichtsnutzi⸗ gen Patriotinnen, wie ſie die wenigen in Frankreich zurück⸗ gebliebenen vornehmen Damen nannten, ſpielen ließ, fie unter einem Brette hervor zu beſchauen, und Meiſter Lajariette rechnete auf ſeine erotiſchen Erinnerungen, um damit einen Monat lang ſeine Converſationen am Mor⸗ gen zu ſchmücken. Der Gedanke dieſes Scherzes war ihm gekommen, während er mit einem ſeiner Freunde, einem alten Braven, trank, und er theilte es ihm mit und dieſer fühlte darüber die Nerven des Beines beben, das er bei Fontenay gelaſſen und großmüthig vom Staate, durch ein hölzernes Bein erſetzt erhalten hatte.

Dem zu Folge verlangten die zwei Trinker eine vierte Flaſche, welche der Wirth herbeizubringen ſich be⸗ eilte.

Sie wollten ſie eben angreifen, als der Invalide auch eine Idee hatte.

Es war die Idee, ein Fäßchen zu kaufen, die Flaſche in das Fäßchen ſtatt in ihre Gläſer zu gießen, zwei wei⸗ tere Flaſchen dieſem beizufügen, für den Angenblick ihren Durſt unberückſichtigt zu laſſen und das Fäßchen mitzu⸗ nehmen.