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Legendre verſprach ihm ungefähr, ihm dahin mit Desmoulins und Fréron zu folgen.
Die Roland erhielten ein Billetchen, in welchem man ſie benachrichtigte, es ſei unnöthig, daß ſie ihre Prote⸗ ſtation nach Lyon ſchicken.
Alles ſei verfehlt oder aufgeſchoben.
Es war nahe an Mitternacht, und Madame Roland hatte ſo eben ihre Abſchrift der Proteſtation beendigt, als das Billetchen von Danton ankam, das man durchaus nicht begreifen konnte.
Gerade in dieſem Augenblick legten zwei Männer, welche in einer Hinterſtube einer Schenke des Gros⸗ Caillon an einem Tiſche ſaßen und die dritte Flaſche Wein für fünfzehn Sous leerten, die letzte Hand an einen ſeltſamen Plan.
Dieſe zwei Männer waren ein Perückenmacher und ein Invalide.
„Ah! was für ſchreckliche Gedanken habt Ihr doch⸗ Herr Lajariette!“ ſagte der Invalide, auf eine obſcöne, alberne Weiſe lachend.
„So iſt es, Vater Rémy,“ verſotzte der Perücken⸗ macher;„nicht wahr, Ihr begreift? Vor Tagesanbruch gehen wir nach dem Marsfelde; wir heben ein Brett vom Altar des Vaterlandes auf; wir ſchlüpfen darnnter; wir legen das Brett wieder an ſeinen Platz; dann ma⸗ chen wir mit einem Bohrer, mit einem dicken Bohrer Löcher in das Brett... Junge und hübſche Bürgerinnen in Menge werden auf den Altar des Vaterlands kom⸗
men, um die Petition zu unterzeichnen, und, bei meiner
Treue, durch die Löcher...
Das obſcöne, alberne Gelächter des Invaliden ver⸗ doppelte ſich. Offenbar ſchaute er, in der Einbildung⸗ ſchon durch die Löcher vom Altar des Vaterlands.
Der Perückenmacher lachte nicht ſo gumüthig; die ehrenwerthe und ariſtokratiſche Körperſchaft der Perücken⸗ macher, zu der er gehörte, war zu Grunde gerichtet durch


