Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Robespierre, ſagen Sie mir, habe ſich der von Herrn Laclos beantragten und von Herrn Danton unterſtützten Petition widerſetzt?“

„Ja, doch in dieſem Angenblick iſt eine Volkswoge hereingebrochen, die gewöhnlichen Beller des Palais Royal, eine Bande vonöffentlichen Mädchen, eine Maſchine, in Bewegung geſetzt, um Laclos zu unterſtützen; und die Motion iſt nicht nur durchgegangen, ſondern es iſt ſogar beſchloſſen worden, daß morgen Vormittag um eilf Uhr die verſammelten Jacobiner die Leſung der Petition hören ſollen, daß ſie von da nach dem Marsfelde zu tragen, auf dem Altar des Vaterlandes zu unterzeichnen und ſofort an die Provinz⸗Geſellſchaften, welche ſie eben⸗ falls unterzeichnen werden, zu ſchicken ſei.“

„Und wer verfaßt dieſe Petition?“

„Danton, Laclos und Briſſot.“

„Drei Feinde?“

„Ja, Madame.“

„Aber, mein Gott! unſere Freunde, die Conſtitutio⸗ nellen, was machen ſie denn?“

„Ah! das iſt es!... Madame, ſie ſind entſchloſ⸗ ſen, morgen um Alles gegen Alles zu ſpielen.“

„Aber ſie können nicht bei den Jacobinern bleiben?“

„Madame, Ihre bewunderungswürdige Kenntniß der Menſchen und der Dinge läßt Sie die Lage der Dinge ſo anſehen, wie ſie iſt. Ja, geführt von Duport und Lameth haben ſich Ihre Freunde ſo eben von Ihren Feinden getrennt. Sie ſetzen die Feuillants den Jaco⸗ binern entgegen.“

„Was iſt das, die Feuillants? Entſchuldigen Sie mich, ich weiß nichts. Es kommen ſo viele neue Namen und Wörter in unſere politiſche Sprache, daß ich fortwäh⸗ rend fragen muß.“

„Madame, die Feuillants, das iſt das große Ge⸗ bäude bei der Reitſchule, das ſeinen Namen der Terraſſe der Tuilerien gibt.“