Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Doch in der Secunde, wo er nahe daran war, ihn zu erreichen, gingen zwei Schüſſe los: ein Piſtolen⸗ ſchuß und ein Flintenſchuß.

Die Piſtolenkugel plattete ſich auf dem Schlüſſel⸗ bein von Iſidor ab.

Die Flintenkugel drang in ſeine Bruſt ein.

Die zwei Schüſſe waren von ſo nahe gefeuert wor⸗ den, daß ſich der Unglückliche buchſtäblich von einer Flammenwoge und einer Rauchwolke umhüllt fand.

Man ſah ihn den Arm ausſtrecken und hörte ihn murmeln:

Arme Catherine!

Dann ließ er ſein Jagdmeſſer ſeiner Hand ent⸗ ſchlüpfen, ſiel rückwärts auf das Kreuz ſeines Pferdes und rollte von hier auf den Boden.

Die Königin ſtieß einen entſetzlichen Schrei aus; ſie hätte beinahe den Dauphin ihren Armen entgleiten laſſen, und warf ſich zurück, ohne einen neuen Reiter zu ſehen, der mit verhängten Zügeln von der Seite von Dun kam und gleichſam in die Furche eindrang, die mitten durch die Menge der Durchzug des armen Iſidor gemacht hatte.

Hinter der Königin ging der König zurück und ſchloß das Fenſter⸗

Es waren nicht mehr nur ein paar Stimmen, welche: Es lebe die Nation! riefen; es waren auch nicht mehr allein die Huſaren zu Fuße; es war die ganze Menge,

und mit dieſer Menge die zwanzig Huſaren⸗ welche zu⸗ letzt treu geblieben: die einzige Hoffnung des Königthums in der äußerſten Noth!

Die Königin warf ſich in einen Lehnſtuhl und ver⸗ barg ihr Geſicht in ihren Händen, tief erſchüttert bei dem Gedanken, daß ſie habe für ſie und zu ihren Füßen Iſidor von Charny fallen ſehen, wie ſie Georges hatte fallen ſehen.