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nigs erwartend. Die Königin ſchien dem Plane beizu⸗ treten, und die Augen auf Ludwig XVI. geheftet, be⸗ fragte ſie ihn glühend mit dem Blicke.
Er aber ſchien im Gegentheil die Augen der Kö⸗ nigin und den Einfluß zu fliehen, den ſie auf ihn erlan⸗ gen konnte.
Endlich ſchaute der König Herrn von Chviſeul ins Geſicht und ſagte:
„Ja, ich weiß wohl, daß dies ein Mittel iſt, und zwar vielleicht das einzige; doch können Sie mir dafür ſtehen, daß bei dieſem ungleichen Streite von drei und dreißig Mann gegen ſieben bis achthundert nicht ein Flintenſchuß meinen Sohn, oder meine Tochter, oder die Königin, oder meine Schweſter tödten wird?“
„Sire,“ antwortete Herr von Choiſeul,„geſchähe ein ſolches Unglück, und geſchähe es, weil Sie meinem Rathe gefolgt wären, ſo könnte ich mich nur noch vor den Augen Eurer Majeſtät tödten.“
„Nun wohlan,“ ſprach der König,„dann wollen wir, ſtatt uns zu ſolchen extremen Entſchlüſſen hinreißen zu laſſen, kalt überlegen.“
Die Königin ſtieß einen Seufzer aus und machte ein paar Schritte rückwärts.
Bei dieſer Bewegung, wobei ſie ihr Mißvergnügen
nicht verbarg, begegnete ſie Iſidor, welcher, durch das Geräuſch auf der Straße angezogen und immer boffend, dieſes Geräuſch werde durch die Ankunft ſeines Bruders veranlaßt, ſich dem Fenſter genähert hatte
Sie wechſelten ein paar Worte, und Iſidor eilte aus
dem Zimmer.
Der König fuhr fort, ohne daß er zu bemerken geſchienen, was zwiſchen Iſidor und der Königin vorge⸗ gangen:
„Die Municipalität weigert ſich nicht, mich ab⸗ gehen zu laſſen, ſie verlangt nur, daß ich bis Ta⸗ gesanbruch hier warte. Ich ſpreche nicht vom Gra⸗
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