Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Mein Regiment hat ſich geweigert, mir zu folgen, und ich bin mit fünf bis ſechs Mann hier.

Das iſt ein Unglück, doch gleichviel, es bleiben mir meine vierzig Huſaren, ſehen wir, was mit ihnen zu machen iſt.

Der König empfing eine Deputation der Gemeinde unter Anführung von Herrn Sauſſe.

Dieſe Deputation ſprach zu Ludwig XVI.:

Da es für die Einwohner von Varennes nicht

mehr zweifelhaft iſt, daß ſie das Glück haben, den Kö⸗

nig zu beſitzen, ſo kommen ſie, um ſeine Befehle entge⸗ genzunehmen.

Meine Befehle? verſetzte der König;dann laſ⸗ ſen Sie ſogleich meine Wagen bereit halten, damit ich abreiſen kann.

Man weiß nicht, was auf dieſes beſtimmte Verlan⸗ gen die Gemeinde⸗Deputation zu antworten im Begriffe war, als man den Galopp der Pferde von Herrn von Choiſeul hörte und durch die Scheiben die Huſaren ſich ur dem Platze mit dem Säbel in der Hand aufſtellen ah.

Die Königin bebte, ein Strahl der Freude zuckte aus ihren Augen.

Wir ſind gerettet! flüſterte ſie Madame Eliſa⸗ beth zu.

Gott wolle es! erwiederte das fromme königliche Lamm, das Alles, Gutes und Schlechtes, Hoffnung und Verzweiflung, Gott zutrug.

Der König richtete ſich auf und wartete.

Die Municipalräthe ſchauten ſich unruhig an.

In dieſem Augenblick machte ſich ein gewaltiges Geräuſch im Vorzimmer hörbar, das mit Senſen bewaff⸗ nete Bauern bewachten; es wurden einige Worte ge⸗ wechſelt, dann fand ein Kampf ſtatt, und Herr von Choi⸗ ſeul erſchien ohne Hut und mit dem Degen in der Hand auf der Schwelle.