Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 11.-16. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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LIII Der Anſtand auf den Wolf.

Die Weidengruppe ſtand auf einer kleinen Auhöhe zwanzig bis fünfundzwanzig Schritte vom Fenſter von Catherine und überragte einen ſieben bis acht Fuß tie⸗ fen Graben, durch welchen ein Bach floß.

Dieſer Bach, der ſich drehte wie der Weg, war ſtel⸗ lenweiſe beſchattet von Weiden ähnlich denen, welche die von uns erwähnte Gruppe bildeten, das heißt von Bäu⸗ men, die bei Nacht beſonders jenen Zwergen gleichen, welche auf einem kleinen Leibe einen großen zerzauſten Kopf tragen.

In den letzten von dieſen durch die Zeit ausgehöhl⸗ ten Bäumen legte Piton alle Morgen die Briefe für Catherine, und Catherine holte ſie hier, wenn ſie ihren

Vater hatte ſich entfernen und in einer entgegengeſetzten

Richtung verſchwinden ſehen.

Pitou ſeinerſeits und Catherine ihrerſeits hatten übrigens ſtets ſo viel Vorſicht gebraucht, daß nicht hier die Lunte gerochen worden war; es war durch einen reinen Zufall geſchehen, der an demſelben Morgen den Schäfer des Pachthofes auf den Weg von Iſidor geſtellt hatte; der Schäfer hatte die Rückkehr des Vicomte als eine Neuigkeit ohne Bedeutung erzählt; dieſe geheime

Rückkehr, welche um fünf Uhr Morgens ſtattgefunden,

hatte Billot mehr als verdächtig geſchienen. Seitdem er von Paris zurückgekommen, ſeit der Krankheit von Ca⸗ therine, ſeit der Ermahnung des Doctor Rahnal, nicht in das Zimmer der Kranken einzutreten, ſo lange ſie das Delirium hätte, war er überzengt geweſen, der Vi⸗