Billot eine Frau ſehen, er könnte vermuthen, dieſe Frau ſei Catherine, aber er wäre nicht im Stande, auf eine ſichere Art Catherine in ihr zu erkennen.
Wir machen zum Voraus alle dieſe Bemerkungen, weil es die waren, welche ſich Piton machte. 3 Piton bezweifelte nicht, wenn es völlig Nacht ge⸗
worden, würde Catherine einen Ausgang verſuchen, um* Iſidor zu benachrichtigen. Ohne das Fenſter von Billot gänzlich aus dem
Blicke zu verlieren, hefteten ſich alſo ſeine Augen ganz beſonders auf das von Catherine. Piton täuſchte ſich nicht. Als die Nacht einen Grad von Dunkelheit erreicht hatte, der dem Mädchen genü⸗ gend zu ſein ſchien, ſah Piton, für den es, wie geſagt, keine Dunkelheit gab, langſam den Laden von Catherine ſich öffnen, dann dieſe auf das Fenſtergeſimſe ſteigen, den Laden zurückſtoßen und an der Wand hinabgleiten. Catherine lief nicht Gefahr, geſehen zu werden, ſo lange ſie dieſer Linie folgen würde, und angenommen, 3 ſie hätte in Villers⸗Coterets zu thun gehabt, ſo konnte ſie unbemerkt dahin kommen; hatte ſie aber dagegen bei Bourſonnes zu thun, ſo mußte ſie nothwendig in den Rayon eintreten, den der Blick vom Fenſter ihres Vaters umfaßte.. Als ſie zum Ende der Mauer gelangt war, zögerte ſie ein paar Seeunden, ſo daß Piton einen Augenblick
hoffte, ſie gehe nach Villers⸗Coterets und nicht nach Bourſonnes; doch plötzlich hörte dieſes Zögern auf, ſie bückte ſich, um ſich ſo viel als möglich den Augen zu entziehen, ſchritt quer über den Weg und warf ſich auf r einen kleinen Fußpfad, auf welchem ſie endlich nach un⸗ gefähr einer Viertelmeile auf den Weg nach Bourſonnes gelangen ſollte. r Dieſer Fußpfad mündete gegen einen kleinen Kreuz⸗ d
weg aus, den man den Kreuzweg von Bonrg⸗Fontaine nannte. 4


